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  Am Sonntag empfangen unsere WHA-Damen um 16:00 Uhr Stockerau, die Herren um 18:00 Uhr Krems/Langenlois  
 

Prolog: So war es damals ...

Vor fast genau fünfzig Jahren wurde die Sektion Handball des SC Eggenburg gegründet.
Fünfzig Jahre - welch ereignisreiche, schwierige und doch so schöne und erfolgreiche Zeit! Es ist wert, allen, die sie erlebt haben oder gerne etwas über sie wissen möchten, zu erzählen, wie es damals war.
Hiezu muß einleitend aber zum besseren Verständnis erwähnt werden:
Alles geschah in der kleinen Stadt Eggenburg, die damals wie heute kaum 3.500 Einwohner zählte.
Es war kein Massensport; es war Handball, der hier gespielt werden sollte, ein Sport, den nur wenige bis dahin kannten.
Es war ein Ballspiel, das etwa 20 Jahre lang auf einem Fußballplatz gespielt wurde und dann in die Halle übersiedelte, wo dieser Sport dann unter ganz anderen Voraussetzungen und nach ganz anderen Regeln ausgeübt wurde.
Es war klar, daß ein Handballverein in einer so kleinen Stadt auf Dauer nur mit der Begeisterung und dem Einsatz der heimischen Sportler überleben konnte.
So umfaßt der Bericht einen Zeitraum, der aus der bittersten Not und aus der Besatzungszeit hinüberreicht in eine Gegenwart, die weit bessere Möglichkeiten bietet, in der man sich die Probleme beim Beginn kaum mehr vorstellen kann.
Dies alles - Ort, Bevölkerung, wirtschaftliche Situation, Sportzweig - muß bedacht werden, wenn man das Geschehnis von fünfzig Jahren richtig beurteilen will.

Man schreibt 1946.
Der Krieg ist zwar beendet, doch Österreich ist von den vier alliierten Siegermächten besetzt.
Viele österreichische Männer sind aus der Kriegsgefangenschaft oder aus dem Krieg noch nicht nach Hause zurückgekehrt.
Es herrscht Hunger, Kälte und bittere Not; Eggenburg ist von der russischen Armee besetzt. Die Lebensbedingungen sind schlecht, für den Sport steht lediglich ein unansehlicher und renovierungsbedürftiger Fußballplatz zur Verfügung.
Es gibt keine Umkleidekabinen, Duschen usw.
Die Sportler ziehen sich in der Kegelbahn des Gasthauses Koch in der Eggenstraße um, gehen in der Sportbekleidung durch die Stadt zum Sportplatz und nach dem Spiel wieder zurück, meist verschwitzt und verschmutzt.
In der Waschküche des Gasthauses Koch machen sich die Spieler notdürftig sauber, mit kaltem Wasser aus einem Schlauch ...
Dressen, Sportschuhe und Trainingsanzüge gibt es noch nicht. Man borgt sie fallweise bei den Fußballern aus. Wie es überhaupt auch nur eine gemeinsame Kasse gab und um Erlaubnis gefragt werden mußte, falls man ein Handball-Spiel austragen wollte ...
So beginnt die Geschichte der Eggenburger Handballer.

 
     

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