Eigenfehler und zu großer Respekt

→ Zurück zur Übersicht

https://www.uhc-eggenburg.at/storage/uploadedImages/c6bf28cb085ce469eb24ab193095995d_thumb.jpg
Anna Schuhäker
Veröffentlicht am 20.10.2026

Am 20. September 2026 empfingen wir in der Stadthalle Eggenburg die Mannschaft von Hypo Niederösterreich zum Grunddurchgangsspiel der WHA MEISTERLIGA. Gegen den Titelfavoriten mussten wir uns am Ende klar mit 17:40 (8:20) geschlagen geben.

 

1. Halbzeit: Schwerer Start und grosser Respekt

Wir erwischten keinen guten Start in diese Begegnung, fanden nur sehr schwer ins Spiel und liefen direkt zu Beginn einem Rückstand hinterher (0:2 nach 3 Minuten, 03:00). Der Respekt vor den Serienmeisterinnen war deutlich zu spüren, und es fehlte uns anfangs der nötige Glaube an die eigene Stärke.

 

Bereits in der 6. Minute sahen wir uns beim Stand von 0:3 (04:43) gezwungen, früh die erste Auszeit zu nehmen (05:06). Zwar gelangen uns im Anschluss durch Elisabeth Hauser (1:3, 06:39) und Charlotte Neuchrist (2:4, 07:24) gute Offensivansätze, doch vor allem in der Defensive scheiterten wir immer wieder an der Schnelligkeit der Gäste: Wir agierten zu langsam beim Kommunizieren und beim schnellen Nachrutschen, wodurch Hypo konsequent Lücken fand.

 

Über die Zwischenstände 3:7 (10:03) und 4:14 (20:13) bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Trotz vereinzelt hervorragend herausgespielter Angriffe und Treffer – wie dem Siebenmeter von Emma Schlegel (3:6, 09:31) oder den Toren von Lena Haberl (5:15, 21:46) und Carola Weiser (6:17, 23:52) – war das in Summe zu wenig, um den dominanten Lauf der Gäste zu bremsen. Mit einem deutlichen 8:20-Rückstand ging es in die Kabinen.

 

2. Halbzeit: Kämpferischer Einsatz, aber Hypo bleibt dominant

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte unser Team viel Moral und Willen, das Spiel offen zu gestalten. Charlotte Neuchrist (10:22, 32:48) und Lara Fidesser mit einem schönen Treffer zum 12:28 (39:06) setzten wichtige offensive Akzente.

 

Dennoch zeigte sich das Bild der ersten Hälfte: Zwar blitzte unser Potenzial durch starke Einzelaktionen immer wieder auf – wie bei den Toren von Anna-Lena Forstner per Siebenmeter (14:32, 43:56) oder den späten Treffern von Emma Schlegel (16:38, 55:21) und Carola Weiser (17:39, 56:49) —, aber die Gäste blieben eiskalt im Abschluss und dominierten das Geschehen.

 

Am Ende mussten wir die Überlegenheit des Favoriten an diesem Tag anerkennen und unterlagen mit 17:40. 

 

Fazit:

Wir haben an diesem Tag gegen die Serienmeisterinnen schmerzlich erfahren, wie wichtig Schnelligkeit und Konsequenzen in der Rückwärtsbewegung sind. Die Ansätze waren vielversprechend, doch um gegen solche Top-Teams zu bestehen, müssen wir über die volle Distanz an uns glauben und als geschlossene Einheit noch schneller agieren.


MVP: Emma Schlegel